Stadtspaziergang durch Pankow
Die letzte Wanderung des Jahres begann am S-Bahnhof in Pankow. Die rege Bautätigkeit am Bahnhofsplatz ist zwar erfreulich, war für uns aber ein kleines Manko, denn große Baukräne versperrten uns die Sicht.
Wir liefen durch die Florastraße, die jetzt mit den restaurierten Hausfassaden uns einen schönen Anblick bot. Die erste Pause war dann im Heimatmuseum, wo uns die nette Leiterin zu einer Führung empfing. Im Haus wird das bürgerliche Leben, speziell der Familie Heyn dargestellt. Zwei große Räume mit Gründerzeitmöbeln und riesigen Kachelöfen konnten wir uns ansehen. Auch eine Küche mit Schlafstelle für das Hausmädchen und ein Bad sind noch gut
erhalten. Im Speisezimmer war ein großer Weihnachtsbaum im Stil der damaligen Zeit geschmückt.
Vom Heimatmuseum ist es nicht weit bis zum Bürgerpark. Im Sommer bietet sich den Besuchern natürlich ein bunter Anblick, aber auch die riesigen Bäume waren beeindruckend. Weiter ging es vorbei an der Francke-Siedlung, durch den Majakowskiring bis zum Eingang in den Schlosspark Niederschönhausen. Das Schloss selbst hat eine wechselvolle Geschichte. Einst für Elisabeth-Christine, die Ehefrau von Friedrich II. errichtet, ist heute nach jahrelangen Renovierungsarbeiten ein Museum darin untergebracht. Auch der Schlosspark mit seinen großen Bäumen wie Platanen, machte einen sehr gepflegten Eindruck.
Nach einem kurzen Weg entlang der Panke, liefen wir zu unserem letzten Ziel: dem Amalienpark. Das ist eine kleine Parkanlage mit Doppelhäusern, die um die Jahrhundertwende errichtet wurden. Die Grünanlage trägt den Namen der Schwester von Friedrich II.
Über die Breite Straße gelaufen, das Rathaus immer im Blick, liefen wir bis zum Marktcafe, wo wir uns mit einem Imbiss stärkten und über die vielen Eindrücke des Tages austauschen konnten.